Luftkrieg in der Region Landkreis Grafschaft Hoya - Band 1

Luftkrieg in der Region Landkreis Grafschaft Hoya - Band 1 ab sofort bei uns erhältlich

Die Autoren Ulf Kaack und Jürgen Kuhlmann
Die Autoren Ulf Kaack und Jürgen Kuhlmann

Das Buchprojekt:
Ein unscheinbares kleines Notizheft war es, das die beiden Autoren Ulf Kaack und Jürgen Kuhlmann auf die Spur brachte. Darin hatte der Syker Polizist Otto Meierdierks in zeitlich chronologischer Abfolge die Luftkriegsereignisse im damaligen Landkreis Grafschaft Hoya notiert. Basierend auf diesem nicht lückenlosen Zeitdokument recherchierten sie die Flugzeugabstürze in diesem Gebiet während des Zweiten Weltkriegs – deutsche und
alliierte.

Original Zeitzeugenberichte
Original Zeitzeugenberichte

Dazu standen Zeitzeugen Rede und Antwort. Stadt- und Gemeindearchive gaben Auskunft, aber auch Aufzeichnungen der damaligen Militärbehörden sowie Archive und Museen rund um den Globus ergänzten viele dieser Ereignisse zu einem vollständigen Bild. Es sind dramatische und kaum fassbare Tatsachen dabei zu Tage getreten, die sich erst vor wenigen Jahrzehnten unmittelbar vor unserer Haustür abgespielt haben. Ergreifend und mahnend zugleich.

 
 

3. Januar 1944: Holtrup – Avro Lancaster
„An der Aufschlagsstelle klaffte ein Loch – so tief, dass ein zweistöckiges Haus hinein gepasst hätte“, erinnert sich Friedrich Deike. „Es dauerte sehr lange, bis französische Kriegsgefangene genügend
Schutt und Boden mit Pferdefuhrwerken herangekarrt hatten, um den Bombentrichter zu verfüllen. Für die hier lebenden Menschen war es ein großes Glück, dass die brennende Lancaster gerade noch so über den Ort hinweg geflogen war und Schweringen noch nicht erreicht hatte. Sonst hätte es eine Katastrophe gegeben.“

Original Zeitzeugenberichte aus dem 2. Weltkrieg
Original Zeitzeugenberichte aus dem 2. Weltkrieg

Vier Crewmitglieder überlebten und ergaben sich. Die Kriegsgefangenen wurden in Hoya der zuständigen Militärbehörde übergeben. Pilot Barnes, Hackett und der erst 17-jährige Hillman werden vermisst. Ihre Namen stehen auf dem Runnymede- Denkmal für die vermissten britischen Soldaten in London.

Original Zeitzeugenberichte aus dem 2. Weltkrieg

Es ist davon auszugehen, dass ihre Körper 300 Meter südlich von Holtrup im aufgefüllten Bombenkrater ruhen, den die gewaltige Explosion unter voller Bombenlast in dieser Nacht in den Boden des damaligen Altkreises Grafschaft Hoya riss, nachdem die Bremer Flak die Lancaster getroffen hatte.

Original Zeitzeugenberichte aus dem 2. Weltkrieg
 
 
Als die „Rikki Tikki Tavi“ über Syke explodierte..
Als die „Rikki Tikki Tavi“ über Syke explodierte..

29. November 1943: Syke – Boeing B-17
Als die „Rikki Tikki Tavi“ über Syke explodierte und in zwei Teile zerbrach, war Eugen P. Moran chancenlos. „Ich befand mich ganz hinten im MG-Stand im Heck, als die Sektion vom Rest des Rumpfes abriss“, berichtete er in seinen letzten Lebensjahren. „Im freien Fall ging es dem Boden entgegen. Ich versuchte, den Fallschirm direkt neben mir zu greifen, aber das gelang nicht. Seltsamerweise hatte ich in diesen Sekunden keinerlei Angstgefühle. Ich verlor das Bewusstsein und als ich aufwachte fand ich mich, am ganzen Körper verletzt, in einem kleinen Baum wieder. Blut verklebte meine Augen und ich konnte kaum etwas sehen. Um mich herum waren deutsche Zivilisten, die mich mit Mistforken bedrohten. Zum Glück kamen dann Militärangehörige und retteten mich.“

 
 
8000 zumeist USAF-Angehörige wurden am 6. Februar 1945 auf den sogenannten „Black March“ geschickt.
8000 zumeist USAF-Angehörige wurden am 6. Februar 1945 auf den sogenannten „Black March“ geschickt.

Eugen P. Moran kam in das Kriegsgefangenenlager Stalag Luft IV in Gross Tychow in Westpommern. Als die Rote Armee gegen Ende des Krieges auf das Lager vorrückte, wurde es evakuiert.

8000 zumeist USAF-Angehörige wurden am 6. Februar 1945 auf den sogenannten „Black March“ geschickt. Insgesamt 86 Tage marschierte die trostlose Karawane bei schlechter Behandlung und Verpflegung sowie übelster Witterung über 1000 Kilometer nach Westen:

„Bei Eis und Regen tranken wir oft Wasser aus den Gräben und aßen rohe Kartoffeln von den Feldern. Häufig musste im Freien campiert werden. Zu schwache Soldaten blieben am Wegesrand liegen und wurden erschossen.“

 
 
8. Oktober 1943: Twistringen – Boeing B-17 Abschuss
8. Oktober 1943: Twistringen – Boeing B-17 Abschuss

8. Oktober 1943: Twistringen – Boeing B-17
Eine Bombe traf das Haus, durchschlug das Dach und bahnte sich ihren Weg direkt am Schornstein längs nach unten in die
Küche. Dort detonierte der Sprengkörper auf dem Herd. „Meine Mutter stand am geöffneten Fenster und rief uns zum Kaffeetrinken. Wir blickten alle zu ihr rüber, als die Fliegerbombe in die Luft flog“, sagt der freundliche alte Herr mit stockender, immer leiser werdender Stimme. Die Erinnerungen übermannen ihn unübersehbar, Wilfried Wichmann ist den Tränen nah.

Eine Bombe traf das Haus, durchschlug das Dach und bahnte sich ihren Weg direkt am Schornstein
Eine Bombe traf das Haus, durchschlug das Dach und bahnte sich ihren Weg direkt am Schornstein

„Es knallte ohrenbetäubend. Ein heller Lichtblitz blendete mich. Ob die Druckwelle mich zu Boden warf, kann ich nicht sagen. Meine Wahrnehmung war einerseits glasklar, auf der anderen Seite wie aus der Ferne betrachtet. Dann flog der Oberkörper meiner Mutter durch einen Kastanienbaum und fiel vor uns nieder. Gedärme und Teile der Kleidung hingen in der Kastanie vor dem Haus. Der Rest von ihr lag in der verwüsteten Küche – zusammen mit dem, was von Irmgard und Heinrich übrig war. Die Körper der beiden waren von der Bombe regelrecht zerfetzt worden.“

 
 

„Die in den Erzählungen der Zeitzeugen deutlich werdenden Bilder des Schreckens richten sich auch und gerade an die jüngere Generation, die im Frieden aufgewachsen ist und der es in Zukunft obliegen wird, diesen zu erhalten“, sagt Dr. Ralf Vogeding, Leiter des Kreismuseums Syke. „In einer Zeit der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen ist es wichtig zu erfahren, was Krieg in der eigenen Region bedeutet hat und wieder bedeuten würde. Die Texte sind weit ab jeglicher Heldenverehrung und Glorifizierung, das Schicksal aller militärisch wie zivil Beteiligten, ganz gleich ob auf alliierter oder deutscher Seite, wird eindrücklich geschildert.“

Gesponsert ist dieses spannende Zeitdokument von Edgar Fischer, Inhaber vom Printhaus Syke
Gesponsert ist dieses spannende Zeitdokument von Edgar Fischer, Inhaber vom Printhaus Syke

Der erste Band von „Luftkrieg in der Region“ umfasst 112 Seiten und ist mit zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotos bebildert. Das Buch ist zum Preis von 24,95 Euro erhältlich in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung in Syke,
Brinkum, Hoya, Diepholz, Sulingen, Wildeshausen, Verden, Achim und Rotenburg. Außerdem bei der Buchhandlung Schüttert in Syke, Kirchweyhe und Diepholz. Oder online unter info@schuettert.de im Internet. Auch im Kreismuseum Syke ist der Titel erhältlich. Darüber hinaus wird im Museumshop zum Preis von 5 Euro ein Reprint der original Kladde des Syker Polizisten Otto Meierdierks angeboten, in der er seinerzeit zahlreiche Ereignisse des Luftkriegs im Landkreis Grafschaft Hoya handschriftlich aufgezeichnet hat.

Gesponsert ist dieses spannende Zeitdokument von Edgar Fischer, Inhaber vom Printhaus Syke.

  

Luftkrieg in der Region Landkreis Grafschaft Hoya - Band 1
 

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